Sunday, 20 Aug 2017

Burnout- und Stressprävention

Mandala für Haferblüte

Ein Burnout-Syndrom (englisch (to) burn out: „ausbrennen“) bzw. Ausgebrannt sein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse (in Ausbildung, Arbeit, Gemeinschaftsleben) zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Das Burnout-Syndrom ist international nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt als ein Problem der Lebensbewältigung. Es handelt sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund persönlicher, organisatorischer und beruflicher Überlastung. Diese wird meist durch Stress ausgelöst, der aufgrund verminderter Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann.

 

Mögliche Kennzeichen des Burnout Syndroms

In Anlehnung an Freudenberger und Gail North, die zwölf Phasen im Verlauf des Burnout-Syndroms identifiziert haben. Die Reihenfolge muss jedoch nicht wie in der folgenden Auflistung verlaufen:

  • Arbeit und Erfolg wird dem emotionalen Erleben und dem Gemeinschaftsleben vorgezogen.
  • Das reguläre Leben wird als Belastung erlebt.
  • Zusammenarbeit mit Anderen (oft auch Mitarbeitern) wird als belastend erlebt, abgelehnt oder abgebrochen.
  • Extrem hohes Leistungsstreben und Leistungserwartungen an sich und andere.
  • Überspielen der eigenen Bedürfnisse, der eigenen inneren Probleme.
  • Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Lebens.
  • Verleugnung entstehender Probleme, Absinken der Toleranz und Geringschätzung anderer Personen.
  • Rückzug und dabei Meidung sozialer Kontakte bis auf ein Minimum
    (Offensichtlicher oder schleichender Selbstausschluss aus dem normalen Beziehungsgefüge).
  • Offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit,
    zunehmende Ängstlichkeit oder Aggression
  • Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen Personen;
    das Leben verläuft zunehmend funktional und mechanistisch.
  • Innere Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch Überreaktionen zu überspielen wie beispielsweise durch Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol und Drogen, Fernsehen und Internet.
  • Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit.
  • In extremen Fällen Gedanken an einen Suizid als Ausweg aus dieser Situation; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.

Burnout lässt sich als eine grundlegende Beziehungsstörung auf allen Ebenen beschreiben: zu sich selbst, zu anderen, zur Arbeit und zum Umfeld und zu Gott. Wenn benediktinische Spiritualität vor allem lebendige Beziehung auf allen Ebenen ist, dann könnte sie Heilmittel für diese Störung sein.

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